Die Kraft der Stille

The direction of your life appears clearly in some dreams. However, in everyday life, you behave as if you are uncertain about what to do next. During the day, you sense a certain but subtle force of silence emanating from the deepest spaces of the night, moving your body into life, and yet, you usually choose to ignore this force.

Looking back over your life, you notice how that force has always been present. In fact, the path of your life seems almost inevitable. What seemed at one time or another to be accidental, upon reflection appears to have been unavoidable. In the moment, life seems chaotic, haphazard. Looking back at your life, however, you see that the force of silence was behind every apparently random act. The specific path you call your “life” seems inevitable, though at given moments in the past you thought you could negotiate with that force. Looking back, the path seems inexorable. Retrospectively you realize that you could only agree with that force and move with it, or disagree and be destroyed.

It is useless pretending this force does not exist, for ignoring its presence turns it into a terrifying event of body symptoms. Act like the force is not here, and life turns sour and space fills with ghosts. Open up to the force of silence in everyday life, and life appears as an infinite, awesome journey.

The force of silence is connected not only with your personal existence, but also with the origins of the universe. The force of silence is an immeasurable reality for science, yet its power can be seen in mathematics of quantum theory and is not limited in time to history or in space to the confines of this planet. That force has a subtle intelligence, some type of quantum mind.

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Die Richtung deines Lebens zeigt sich deutlich in einigen deiner Träume. Im Alltagsleben verhältst du dich jedoch, als wärst du nicht sicher, was du als Nächstes tun sollst. Tagsüber verspürst du eine bestimmte, aber subtile Kraft der Stille von den tiefsten Räumen der Nacht ausgehen, die deinen Körper ins Leben bewegt, aber dennoch ziehst du es für gewöhnlich vor, diese Kraft zu ignorieren.

Wenn du auf dein Leben zurückblickst, stellst du fest, dass diese Kraft immer gegenwärtig war. In der Tat scheint dein Lebensweg beinahe zwangsläufig zu sein. Was zu dieser oder jener Zeit als zufällig erschien, scheint bei näherer Betrachtung unvermeidlich gewesen zu sein. Im Moment scheint das Leben chaotisch, willkürlich zu sein. Blickst du jedoch auf dein Leben zurück, erkennst du, dass sich die Kraft der Stille hinter jeder scheinbar zufälligen Handlung befand. Der besondere Weg, den du „Leben“ nennst, scheint unvermeidlich, obgleich du in bestimmten Momenten deiner Vergangenheit glaubtest, mit jener Kraft verhandeln zu können.

In der Rückschau scheint der Weg unaufhaltsam zu sein. Rückblickend erkennst du, dass du der Kraft lediglich zustimmen und dich mit ihr bewegen oder ihr nicht zustimmen konntest und vernichtet wurdest.

Es ist zwecklos vorzugeben, diese Kraft existiere nicht, da ihre Gegenwart zu ignorieren sie in ein erschreckendes Erleben von Körpersymptomen verwandelt. Verhalte dich so, als wäre die Kraft nicht da, und das Leben wird bitter und der Raum füllt sich mit Geistern. Öffne dich im Alltagsleben für die Kraft der Stille, und das Leben erscheint wie eine unendliche, ehrfurchtgebietende Reise.

Die Kraft der Stille ist nicht nur mit deiner persönlichen Existenz, sondern auch mit dem Ursprung des Universums verbunden. Für die Wissenschaft ist die Kraft der Stille eine nicht messbare Realität, und doch wird ihre Kraft in der Mathematik der Quantentheorie sichtbar; sie ist in der Zeit nicht auf die Geschichte und im Raum nicht auf die Grenzen dieses Planeten beschränkt. Diese Kraft besitzt eine subtile Intelligenz, eine Art Quantengeist.

 

Arnold Mindell The Quantum Mind and Healing

„Hello darkness, my old friend…“

Dark Matter

This might be a surprise, but we don’t know what most of the universe is made of. Seriously, we don’t. You might be thinking, “But of course we do! It’s made of galaxies, stars, planets, black holes, comets, asteroids, and all the other cool space stuff!”

Yes, there is a lot of amazing space stuff, but if we add it all up, it’s just a very small part of the entire universe. There’s a lot more out there. And we don’t fully understand what it is.

When scientists study our universe, they see that it’s expanding. But if the universe is only made of the galaxies, stars, planets, and other things that we know about, it shouldn’t be expanding. Something else is out there. There has to be energy that is making the universe expand. We just don’t know what this energy is. We also don’t know where it comes from. But we can tell that it’s there. Scientists named this energy Dark Energy.

We don’t know much about dark energy, but we do know there is a lot of it. Dark Energy makes up 68%, about two-thirds, of the universe.

There is also stuff out there in space that has gravity. We can see its pull on matter like stars and galaxies. But it’s not regular matter. It’s not a black hole. It’s not anything that we have ever heard of. But it’s definitely there. Scientists named this stuff Dark Matter.

Just like Dark Energy, we don’t know a whole lot about Dark Matter. But it seems that 27% of the universe, or about one quarter, is made up of the strange stuff.

Together, Dark Energy and Dark Matter make up 95% of the universe. That’s almost all of it! That only leaves a small 5% for all the matter and energy we know and understand. Energy like light, heat, and X-rays, together with matter like people, elephants, planet Earth, the sun, and all the galaxies only makes up 5% of the universe! That’s not very much.

Dark Matter and Dark Energy raise some of the biggest questions in the study of space and physics. Lots of scientists are using observations and math to figure out what these are. This will help us understand more about our amazing universe, where there is always more to discover and more to learn.

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Dunkle Materie

Das mag eine Überraschung sein, aber wir wissen nicht, woraus der größte Teil des Universums besteht. Im Ernst, das tun wir nicht. Du denkst vielleicht: "Aber natürlich tun wir das! Es besteht aus Galaxien, Sternen, Planeten, Schwarzen Löchern, Kometen, Asteroiden und all den anderen coolen Weltraumsachen!"

Ja, es gibt eine Menge erstaunliches Weltraummaterial, aber wenn wir alles zusammenrechnen, ist es nur ein sehr kleiner Teil des gesamten Universums. Da draußen gibt es noch viel mehr. Und wir verstehen nicht wirklich, was es ist.

Wenn Wissenschaftler unser Universum untersuchen, sehen sie, dass es sich ausdehnt. Aber wenn das Universum nur aus den Galaxien, Sternen, Planeten und anderen Dingen besteht, von denen wir wissen, sollte es sich nicht ausdehnen. Etwas anderes ist da draußen. Es muss Energie geben, die das Universum expandieren lässt. Wir wissen einfach nicht, was diese Energie ist. Wir wissen auch nicht, woher sie kommt. Aber wir können erkennen, dass sie da ist. Wissenschaftler nannten diese Energie Dunkle Energie.

Wir wissen nicht viel über Dunkle Energie, aber wir wissen, dass es viel davon gibt. Dunkle Energie macht 68%, etwa zwei Drittel, des Universums aus.

Es gibt auch etwas im Weltraum, das Schwerkraft hat. Wir können seinen Einfluss auf die Materie wie Sterne und Galaxien sehen. Aber es ist keine bekannte Angelegenheit. Es ist kein schwarzes Loch. Es ist nichts, wovon wir je gehört haben. Aber es ist definitiv da. Wissenschaftler nannten dieses Material Dunkle Materie.

Genau wie die Dunkle Energie wissen wir nicht viel über die Dunkle Materie. Aber es scheint, dass 27% des Universums, oder etwa ein Viertel, aus dem seltsamen Zeug besteht.

Zusammen machen Dunkle Energie und Dunkle Materie 95% des Universums aus. Das ist fast alles! Damit bleiben nur noch kleine 5% für alle Materie und Energie, die wir kennen und verstehen. Energie wie Licht, Wärme und Röntgenstrahlen, zusammen mit Materie wie Menschen, Elefanten, Planet Erde, Sonne und allen Galaxien machen nur 5% des Universums aus! Das ist nicht sehr viel.

Dunkle Materie und Dunkle Energie werfen einige der größten Fragen im Studium von Raum und Physik auf. Viele Wissenschaftler nutzen Beobachtungen und Mathematik, um herauszufinden, was das ist. Dies wird uns helfen, mehr über unser erstaunliches Universum zu verstehen, in dem es immer mehr zu entdecken und zu lernen gibt.

https://spaceplace.nasa.gov/dark-matter/en/

Darkness within darkness

The Tao that can be told is not the eternal Tao;
The name that can be named is not the eternal name.
The nameless is the beginning of heaven and earth.
The named is the mother of ten thousand things.
Ever desireless, one can see the mystery.
Ever desiring, one can see the manifestations.
These two spring from the same source but differ in name;
this appears as darkness.
Darkness within darkness.
The gate to all mystery.

Laozi (Lao Tzu), in Tao Te Ching Ch. 1, as translated by Gia-Fu Feng & Jane English (1972)

Die Wölfe des Himmels

Blaues, blaues Licht fern von hier
Blaues, blaues Licht fern von hier
Blaues, blaues Licht fern von hier
Hernieder kam der Geist
Hernieder kam der Geist
Hernieder kam der Geist
Drehend, drehend, drehend
Drehend, drehend, drehend
Drehend, drehend, drehend
Die Erde, die wunderschöne Erde

Evenkischer Schamanengesang aus der ikenipke-Zeremonie, aufgezeichnet von N.P.Nikulshin, aus: Karl H. Schlesier Die Wölfe des Himmels - Die Welterfahrung der Cheyenne

Therapie und Zauberei

bild: tumblr/sound-dream

Being an average person, sorcerer, warrior, hunter, or therapist is a matter of timing. All are aspects of one another. If you are a sorcerer, life is art, poetry, and madness. You perform a script that is written as you act. If you are a therapist, you study the script and the actress, asking what it all means for tomorrow.

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Es ist eine Frage der Zeit, ob jemand ein Durchschnittsmensch, ein Zauberer, Krieger, Jäger oder Therapeut ist. Jeder ist ein Aspekt des anderen. Wenn wir Zauberer sind, ist das Leben Kunst, Dichtung und Verrücktheit. Wir folgen einem Drehbuch, das während der Handlung geschrieben wird. Wenn wir Therapeuten sind, studieren wir das Drehbuch und die Schauspieler und fragen uns, was das wohl alles für die Zukunft bedeutet.

Arnold Mindell The Shaman`s Body - Den Pfad des Herzens gehen

This Moment Is Life

This moment is not life waiting to happen, goals waiting to be achieved, words waiting to be spoken, connections waiting to be made, regrets waiting to evaporate, aliveness waiting to be felt, enlightenment waiting to be gained. No. Nothing is waiting. This is it. This moment is life.

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Dieser Moment ist nicht Leben, das darauf wartet, zu geschehen, Ziele, die darauf warten, erreicht zu werden, Worte, die darauf warten, gesprochen zu werden, Verbindungen, die darauf warten, hergestellt zu werden, Bedauern, das darauf wartet,  zu verschwinden, Lebendigkeit, die darauf wartet, gespürt zu werden, Erleuchtung, die darauf wartet, erreicht zu werden. Nein. Nichts wartet. Das ist es. Dieser Moment ist das Leben.

Jeff Foster

Stop

Stop trying to still, silence, transcend or ‘empty’ the mind. Love the mind instead. It is only a frightened child. Stop trying to heal, fix, release, or ‘let go’ of difficult feelings. They will ‘let go’ of you, once they feel your love…

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Hör auf zu versuchen, den Verstand zu stillen, zum Schweigen zu bringen, zu transzendieren oder zu "leeren". Liebe stattdessen deinen Verstand. Er ist nur ein verängstigtes Kind. Hör auf zu versuchen, schwierige Gefühle zu heilen, zu korrigieren, zu erlösen oder loszulassen. Sie werden dich "loslassen", sobald sie deine Liebe spüren.....

Jeff Foster

Der Tod als Ratgeber

Es gibt Zeiten, in denen wir sterben möchten, und eines Tages werden wir alle sterben. Sich von einer alten Identität, einem System oder einer Beziehung zu trennen, ist wie Sterben. Ich begreife erst nach einer solchen Trennung, daß ich gestorben bin. Da ich ziemlich eigensinnig bin, bin ich nur schwer umzubringen, und so sterbe ich unbewußt und unter Schmerzen. Anschließend denke ich darüber nach und begreife, was geschehen ist. Es geht mir dabei wie dem Geist eines Verstorbenen, der seinen Körper verlassen hat und erst dann erkennt, was mit ihm geschehen ist.

Es gibt auch einfachere Methoden. Wenn wir ihnen eine Chance geben, werden Todesphantasien unsere persönliche Geschichte auslöschen können: Die Art, wie wir arbeiten, die Erwartungen an uns selbst und die vorhersagbaren und abgetragenen Muster unserer Beziehung. Nach einem buddhistischen Ritual müssen wir jeden Tag über unseren Tod meditieren. Viele Lehrer sind sich einig darin, daß der Tod der einzige weise Ratgeber ist, den wir haben.

Ich denke an eine Klientin, die vor kurzem gestorben ist. Als sie das erste Mal zu mir kam, befand sie sich schon im Sterbeprozeß einer Krebserkrankung und ihre Tumore begannen bereits, ihr das Atmen zu erschweren. Sie kam zu mir, weil sie panische Angst vor dem Tod hatte. Ich fragte sie, ob es etwas gäbe, was sie in ihrem Leben noch gerne tun würde und drängte sie, ihrem wichtigsten Wunsch nachzugehen. Sofort sagte sie, daß sie sich einen lebenslangen Traum erfüllen würde, nämlich im Sommer nach Finnland zu reisen.
„Also gut", sagte ich. „Fahren Sie nach Finnland".
„Aber nein", antwortete sie, „das kann ich doch nicht tun. Mein Mann hat jetzt keinen Urlaub, er muß arbeiten".
Dieses Gespräch fand im Mai statt. Statt sofort Urlaub zu nehmen, um mit seiner Frau nach Finnland zu reisen, nahm ihr Mann sich erst im Juli frei, als gerade seine Urlaubszeit begann, um dann seine Frau zu beerdigen und um sie zu trauern. Der Tod bedeutete dieser Frau nicht viel. Alles andere hatte Vorrang; der Beruf ihres Mannes, ihre Kinder, ihr Haushalt. Sie verbrachte ihr Leben damit, die Dinge aufzuschieben, die ihr am meisten bedeuteten, um ihre persönliche Geschichte als Hausfrau aufrechterhalten zu können. Sie hätte ihren Tod als weisen Verbündeten benutzen können, wenn sie darauf vorbereitet gewesen wäre, ihre Krankheit als eine Macht zu erfahren, die sie dazu aufforderte, sich von ihrer persönlichen Identität zu befreien. Statt dessen löschte er sie einfach aus.

Solche todesnahen Situationen können den Tod in Form erschreckender Krankheiten oder Körpererfahrungen als unseren weisen Traumkörper-Ratgeber erscheinen lassen, als den besten und vertrauenswürdigsten Freund, den wir haben. Von diesem Standpunkt aus ist die Todesangst, oder auch das Krankwerden, eine bereichernde Erfahrung, die uns darauf hinweist, daß wir dabei sind, uns von unserer Identität zu lösen.

Jedesmal, wenn du das Schlimmste fürchtest oder dich darauf einstellst, dich gegen innere oder äußere Kräfte zu wehren, versuche zuerst, dir dein eigenes Sterben vorzustellen. Fühle, wie es sein würde, zu sterben. Gehe sogar durch den Akt des Sterbens hindurch. Stelle dir vor, wie du stirbst, wie du aussiehst, welche Erfahrungen du machst. Es ist wichtig, nicht nur an dein Sterben zu denken, sondern dir vorzustellen, was als nächstes geschehen wird.

Gehe durch alle Einzelheiten der Todesphantasie, ob du nun von einem steilen Abhang stürzt, an Krebs stirbst oder durch einen Autounfall ums Leben kommst. Mit diesen Phantasien versuchen wir, uns aus der Verhaftung zu befreien. Begrabe dich selbst. Stirb, bevor du stirbst. Schreibe deine eigene Grabinschrift:

„Hier liegt ein armer Tropf. Manches hat er ja ganz gut gemacht, aber er hat die Wendung nicht geschafft und deshalb konnte das neue Ich nicht in Erscheinung treten. Genau an dem Punkt ist er gestorben, so daß ich jetzt weiterleben kann und frei bin. Jetzt bin ich nicht mehr ich, sondern wurde neu eingesetzt, um an allem, was jemals geschieht, teilzunehmen und Zeuge zu sein".

*

There are times when you want to die, and all of us will die one day. Separating from an old identity, system, or relationship is like dying. I realize only after one of these separations that I have died. Since I am so stubborn, it takes a lot to kill me, and I die painfully and unconsciously. Afterward I reflect and realize what has happened, like the spirit of a dead man who leaves his body and only then awakens to what has happened to him.

There are easier methods. If you give them a chance, fantasies of death will erase your personal history: the way in which you work, the expectations you have of yourself, and your predictable and worn-out patterns of relating to others. According to a Buddhist ritual, you must meditate on your death every day. Many teachers agree that death is the only wise adviser you have.

Were it not for fear of death, you might never have the courage to change and jump over the obstacles created by history. When you use death as an adviser, however, you remember that you can no longer put off detaching from yourself and your apparent significance or insignificance.

Think of a client of mine who recently died. When she had come to see me for the first time, she was dying of cancer, and her tumors were beginning to inhibit her breathing. She wanted to see me because she was terrified of death. I asked her if there were still something she would like to do with her life and urged her to follow her most important wish. She said immediately that she wanted to fulfill a lifelong dream and travel to Finland in the summer.
“Go ahead,” I said. “Take a trip to Finland.”
“Oh no,” she answered, “I couldn’t do that. My husband hasn’t any free time just now. He has to work.”
That conversation took place in May. Instead of taking time off from work and going to Finland, her husband took time off in July, just when his vacation time came up, to bury and mourn his wife. Death meant little to that woman. Everything else took precedence: her husband’s job, her children, her household. She spent her life postponing the things that meant the most to her so that she could maintain her personal history as a housewife. She could have used her death as a wise ally if she had been prepared to experience her disease as a force asking her to free herself from her personal identity. Instead, it simply erased her.

Such near-death situations can make death, in the form of terrifying diseases or body experiences, appear as your wise dreamingbody adviser, the best and most trustworthy one you have. From this viewpoint, fearing death or even getting ill is a fortunate experience because it signifies detachment from your identity.

Every time you fear the worst or are preparing to defend yourself against inner or outer forces, experiment first with imagining your own demise. Feel what it might be like to die. Even go through the act of dying. Imagine how you will die, what you will look like, what you will experience. It is important not only to think that you are going to die, but to imagine what will happen next.

Go through the details of the death fantasy, whether it is of falling off a cliff, dying of cancer, or being struck by an automobile. These fantasies are trying to get you unstuck. Bury yourself. Die before you die. Write your own epitaph:

"Here lies poor, little old me. He did some things well but could not make the turn and allow the new me to happen. He died at that point so that now I can live on, free. Now I am not myself anymore but have been replaced by taking part in and witnessing whatever is happening."

Arnold Mindell The Shaman`s Body - Den Pfad des Herzens gehen

Unsere persönliche Geschichte

Wenn die Welt zu uns spricht, ist es unmöglich, zu sagen, ob sie etwas mit uns macht oder umgekehrt. Wir mögen uns als Verursacher oder Empfänger verschiedener Ereignisse wahrnehmen, aber niemals wissen wir sicher, ob wir Botschaften aussenden und Antworten bekommen oder ob die Welt uns Botschaften schickt, die wir beantworten.

Diese innewohnende Symmetrie oder Unveränderlichkeit einer Botschaft bedeutet, daß wir nicht annehmen können, das Zentrum des Universums zu sein, das die Dinge initiiert und erschafft. Wir sind ein Aspekt der Welt. Diese radikale Verlagerung der Identität vom Mittelpunkt zum Teilnehmenden ist das Ziel mystischer und spiritueller Traditionen.

Uns selbst als Teil der ganzen Welt zu erleben, könnte eine Identitätskrise auslösen, wenn wir uns der Erfahrung der Umgebung aussetzen würden. Synchronizitäten, obwohl sie momentan erschütternd sein können, sind jedoch nicht in der Lage, Lehrlinge, wie wir es sind, aus unserer personzentrierten Welt hinauszubefördern. Wir werden wahrscheinlich eine weitere Lektion brauchen.

Buddhistische Lehren, schamanische Rituale und selbst der Prozeß des Alterns weisen darauf hin, daß unsere persönliche Identität bald verschwinden wird. Die persönliche Geschichte, die Rolle, die wir in einer bestimmten Gemeinschaft und Welt innehaben, ist gleichbedeutend mit unserer Identität. Wir sind der Mann, die Frau, die Mutter, der Vater, die Ehefrau, der Ehemann, der Partner, der Student, der Mechaniker, der Lehrer; der Protestant, der Katholik, der Jude, der Moslem, der Buddhist; der Afrikaner, der Amerikaner, der Europäer, der Australier, der Japaner, der Indianer und viele andere. Wir sind all das und noch vieles mehr. Wir identifizieren uns mit unseren vergangenen und gegenwärtigen Tätigkeiten, unseren Begabungen und unseren Problemen.

Wir müssen unsere persönliche Geschichte auslöschen; andernfalls sind wir abhängig davon, was die anderen über uns denken. Unsere Identität grenzt uns ein, indem sie uns in eine soziale Rolle oder in eine Form preßt, die von unserer Gemeinschaft gebraucht wird. In diesem Sinn haben die Gedanken der anderen Macht über uns. Wenn wir Indianer sind und an der Universität zu studieren beginnen, könnten unsere neuartigen Bemühungen den Verdacht unserer Geschwister erregen. Wenn wir als Hausmann zu studieren anfangen, könnte der Haushalt zu kurz kommen. Wenn wir als Pfarrer über die Göttlichkeit der Umgebung sprechen, könnte es Schwierigkeiten mit der modernen Kirche geben. Wenn wir uns als Frau entscheiden, nicht zu heiraten, können wir von unserer Familie ausgestoßen werden. Sind wir homosexuell oder lesbisch, wird die Welt uns wahrscheinlich ablehnen. Unsere Welt projiziert ihre Begabungen und ihre Probleme auf unsere Identität und nimmt uns so die Freiheit, zu sein, wer wir sind. Dennoch lösen wir uns auf vielerlei Arten, bewußt oder unbewußt, von unserer persönlichen Geschichte. Veränderte Bewußtseinszustände, wie Zorn oder Ekstase, können unsere Identität stören. Wenn wir uns in eine verbotene Person verlieben, geraten wir in Konflikt mit dem, der wir bisher gewesen sind. Unsere persönliche Geschichte wird erschüttert, wenn wir uns mit verbotenen Dingen beschäftigen, uns in Todesnähe befinden oder krank werden; wenn ein Partner stirbt oder uns verläßt oder wenn unsere Kinder erwachsen werden.

Entweder lösen wir uns freiwillig von unserer persönlichen Geschichte, oder wir beginnen zu fürchten, daß der Tod oder eine Behinderung sie uns wegnehmen wird. Das Leben besteht darin, ständig dem Schrecken und der Freude gewachsen zu sein, ein neues Individuum ohne Geschichte zu werden. Ich weiß von meinen Studien der Kindheitsträume, daß die Loslösung von der persönlichen Geschichte die entscheidende Lektion ist, die jedem von Geburt an zu lernen bestimmt ist. Unsere frühesten Erinnerungen oder Träume enthalten oft einen dramatischen Konflikt und eine Bedrohung unserer Identität; Dämonen, Hexen und Ungeheuer verfolgen uns.

Wenn mächtige Verbündete in unseren frühesten Träumen als Gegner auftreten, ist es unser Mythos, einem Verbündeten entgegenzutreten, ob wir diese Begegnung wollen oder nicht. Im Laufe unseres Lebens treffen wir in vielen Formen auf unsere mythischen Angreifer, bis wir die Art, uns selbst zu definieren, verändern. Während bestimmter Lebensabschnitte scheinen die Attacken nachzulassen. Doch sie kommen wieder, um uns erneut dazu herauszufordern, unsere persönliche Geschichte abzulegen.

Es ist, als würden wir viele Male leben und sterben. Manchmal scheint es, als hätten wir gerade diese eine zentrale Lektion zu lernen: ununterbrochen alle möglichen starren Identitäten fallen zu lassen. Die Taoisten und Buddhisten fassen es kurz: Nichts ist beständig. Statt das jedoch zu realisieren, halten wir immer wieder Ausschau nach einer idealen Zeit, in der wir Freiheit vom Kampf zwischen uns selbst und unseren Träumen erreichen werden. Wir glauben nämlich, frei zu sein, sobald wir unsere Probleme überwunden haben. Wir fühlen uns angezogen von Geschichten, in denen das Leben des Helden davon abhängt, wie der dramatische Kampf zwischen ihm selbst und einem jenseitigen Herausforderer ausgeht.

Wir treffen Entscheidungen, um zu versuchen, uns in eine bestimmte Richtung zu verändern oder ein Programm aufzunehmen, das uns verändern soll, indem wir eine Identität durch eine andere ersetzen oder beide miteinander vermischen. Wir versuchen sogar, unser altes Selbst aufzugeben und uns mit etwas Neuem und Nützlichen zu identifizieren. Aber unser Leben kann immer noch ein völliges Durcheinander sein, das uns mit chronischen Beschwerden und Beziehungskonflikten quält.

Schließlich kommt der Punkt, an dem alles immer komplexer wird, je mehr wir uns verändern. Es reicht nicht, die Identität zu wechseln und von einer früheren Hemmung frei zu werden. Der Prozeß, die persönliche Geschichte zu schaffen und sie wieder fallenzulassen, führt zu der Entdeckung, daß wir weder dies noch jenes sind, sondern das Bewußtsein von allem zusammen.

Schamanische Zerstückelungs- oder Initiationsrituale spiegeln diese Gipfelerfahrungen. In ihnen trifft der Lehrling oder der Suchende auf unglaubliche Kräfte - heimtückische Dämonen - und erlebt unvorstellbare Qualen, während sein Körper in seinen Visionen auseinandergerissen und zerstückelt wird. Die Symbolik, daß Glieder und Eingeweide entfernt und später wieder eingefügt werden, bringt Erfahrungen zum Ausdruck, die viele Menschen über eine Zeitspanne von 10 oder 20 Jahren durchmachen. Chronische Krankheiten, das Gefühl, von entgegengesetzten Mächten auseinandergerissen zu werden, und Nah-Todeserfahrungen haben oft das Ziel, uns von unserem eigenen Ich zu „reinigen" und uns mit Leer-Sein oder der reinen Natur wieder aufzufüllen. In solch schwierigen Zeiten werden wir gezwungen, uns aufzulösen, in Teile zu zerfallen und uns von der Neigung zu befreien, uns selbst immer wieder als eine ganz bestimmte Person mit einer ganz bestimmten Aufgabe zu sehen. Entweder werden wir flexibel, oder die Natur löscht uns auf ihre eigene Weise aus.

Das erinnert mich an eine Klientin, die meditierend an einem inneren Dialog arbeitete. Visionen und Körpersensationen stiegen als Teil ihres mentalen Flusses auf. Plötzlich, aus dem Nichts, hörte sie eine Stimme, die sagte, daß sie das Baby verlieren würde, mit dem sie bereits schwanger war. Die Stimme versetzte sie in großen Schrecken, der verstärkt wurde durch die Tatsache, daß sie bis zu ihren späten 30er Jahren gewartet hatte, um schwanger zu werden und sich jetzt bereits im achten Monat ihrer Schwangerschaft befand.
Unter Tränen gestand sie mir, es sei ihr größter Wunsch gewesen, ein Kind zu bekommen. Das Kind würde die Erwartungen ihrer Verwandten erfüllen und sie endlich zufriedenstellen. Was konnte ich da sagen? „Versuche herauszufinden, wer hinter dieser Stimme steht", schlug ich vor.
Sie wendete sich nach innen und sagte mir, die Stimme gehöre zu Gott. „Er sagt, ich solle meine Identität als Mutter aufgeben und Studentin werden. Andernfalls würde er mich töten", berichtet sie. Sie entschloß sich unverzüglich, ihr neues Studium aufzunehmen. Einige Wochen später wurde ihr Kind völlig gesund geboren. Durch einen ungewöhnlichen Unglücksfall im Krankenhaus starb es jedoch, bevor es drei Tage alt war. Meine Klientin war auf diese Tragödie, so weit das überhaupt möglich war, vorbereitet. Sie ließ ihre persönliche Geschichte als Mutter fallen und lebte weiter, gemäß der neuen Richtung ihres Schicksals. Gott mochte ihr Kind ausgelöscht haben, aber vorher hatte sie sich selbst ausgelöscht.

Die persönliche Geschichte auszumerzen bringt normalerweise großen Schmerz mit sich. Jahre unerträglichen Leidens gehen dieser vom Tod vorhergesagten Wandlung häufig voraus. Wir verbringen viel Zeit damit, gegen das Schicksal anzukämpfen. Es ist so voller Unsicherheiten und erschreckt uns immer wieder mit Symptomen und Schwierigkeiten, die wir glauben, niemals lösen zu können.

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When the world speaks to you, it is impossible to tell whether the world is doing things to you or you are doing things to it. You may perceive yourself as causing some events and being the recipient of others, but you never know for sure whether you send messages and get responses or whether the world sends you messages to which you respond.

This inherent message symmetry or invariance means that you cannot assume that you are the center of the universe, initiating or creating things. You are an aspect of the world. This radical shift in identity from being the center to being a participant is the goal of mystical and spiritual traditions.

Sensing yourself as a part of the entire world would create an identity crisis if you let yourself experience the environment. However, synchronicities, though momentarily shocking, are not enough to shake apprentices like you and me out of our person-centered world. We may need another lesson.

Buddhist teachings, shamanistic rituals, and simply the process of aging imply that your personal identity will soon disappear. Personal history is your identity, the role you have in a given community and world. You are the man, woman, mother, father, wife, husband, partner, student, mechanic, teacher; the Protestant, Catholic, Jew, Mohammedan, Buddhist; the African, American, European, Australian, Japanese, Indian; and so on. You are all of these things and more. You identify with your past and present pursuits, your gifts and your problems.

You must erase your personal history; otherwise, you are at the mercy of what others think. Your identity limits you by forcing you into a social role or mold needed by your community. In this sense, other people s thoughts of you have power over you. If you are a Native American and begin to study at the university, your brothers and sisters might be suspicious of your new endeavor. If you are a homemaker and begin to study, your household may resent you. If you are a minister and talk about God as the environment, you may run into trouble with the modern church. If you are a woman and decide not to marry, your family may reject you. If you are gay or lesbian, the world may disown you. Your world projects its gifts and problems upon your identity and in this way takes away your personal freedom to be who you are. Nevertheless, you detach from your personal history, consciously or unconsciously, in many ways. Altered states of consciousness, such as fury and ecstasy, may disturb your identity. When you fall in love with a forbidden person, you find yourself in conflict with who you were. Your personal history is shaken when you study forbidden subjects, are near death, or become ill; when a partner dies or leaves; or when your children grow up.

Either you detach yourself from your personal history or you begin to fear that death or injury will remove it for you. Life consists of continually facing the terror and pleasure of becoming a new individual without history. I know from my study of childhood dreams that removing personal history is the crucial lesson that everyone seems destined to learn from birth. Your earliest memories or dreams often involve a dramatic conflict and threat to your identified self; demons, witches, and monsters chase you.

If powerful allies appear as antagonists in your earliest dreams, your myth is to confront an ally, whether you agree to this encounter or not. As you live, you confront your mythical attackers in many forms until you change the way in which you define yourself. During certain periods of your life, the attack seems to abate, yet it returns again to provoke you to remove personal history.

It is as if you live and die many times. It seems sometimes as if you have just one central lesson to learn: to continuously drop all sorts of rigid identities. The Taoists and Buddhists put it briefly: Everything is impermanent. Instead of realizing this, however, you find yourself looking forward to some ideal time when you shall achieve freedom from the battle between yourself and your dreams, believing that if you could overcome your problems you would be free. You find yourself attracted to stories in which the hero’s life hangs upon the outcome of a dramatic battle between himself and a challenger from the beyond.

You make decisions to try to change in one direction or to adopt a program that changes you, substituting one identity for another or blending the two. You even try to give up your old self and identify with something new and useful. But your life may still be a mess, as you are troubled by chronic ailments and relationship conflicts.

Finally the point arrives when the more you change, the more you sense the complexity of it all. Changing identities, even becoming free from a previous inhibition, is not enough. The process of creating and dropping personal history leads to the discovery that you are neither this nor that, but the awareness of it all.

Shamanic dismemberment or initiation rituals mirror this peak experience. In these, the apprentice or seeker meets incredible forces—vicious demons—and undergoes unthinkable torture while her body is torn apart and dismembered in visions. The symbolism of having the limbs and intestines taken out and later replaced reflects the experiences many people go through over a period of ten or even twenty years. Chronic illness, feelings of being torn asunder by opposing forces, and near-death experiences frequently have the goal of “cleansing” you from your own self and refilling you with nothingness or with pure nature. During such difficult times, you are forced to undo yourself, to go to pieces, to free yourself from the tendency to think of yourself at any given time as one type of person with one type of task. Either you become fluid, or nature erases you in its own way.

This reminds me of one of my clients who was sitting in meditation, working on an inner dialogue. Visions and body sensations arose as part of her mental flux. Suddenly, out of nowhere, a voice came to her and said that she would lose the baby she was then carrying. The voice sent her into a great shock, compounded by the fact that she had waited until her late thirties to become pregnant and was now in her eighth month.
Tearfully, she told me that having a baby had become her greatest wish. The baby would fulfill and finally satisfy the expectations of her relatives. What could I say? “Find out who stands behind that voice,” I suggested.
She turned inside and told me that the voice belonged to God. “He said I should either give up my identity as a mother and become a student or he would kill me,” she reported. She decided immediately to take up her new studies. A few weeks later, her baby was born as healthy as could be, but because of an unusual accident in the hospital the child was killed before it was three days old. My client was as prepared as she could be for this tragedy. She dropped her personal history as a mother as fluidly as she could and lived on according to the new direction of her fate. God may have erased her baby, but she had erased herself first.

Uprooting personal history usually involves a great deal of pain. Years of unbearable suffering generally precede the transformation presaged by death. You spend a lot of time struggling against fate. Fate always seems so precarious, always threatening you with symptoms and difficulties beyond your ability to solve.

Arnold Mindell The Shaman`s Body - Den Pfad des Herzens gehen

Mycotopia

Mycotopia:

An environment wherein ecological equilibrium is enhanced through
the judicious use of fungi for the betterment of all lifeforms

*

Eine Umgebung, in der das ökologische Gleichgewicht verbessert wird durch
die sinnvolle Verwendung von Pilzen zur Verbesserung aller Lebensformen

Paul Stamets Growing Gourmet and Medicinal Mushrooms

Liebe ist das Zerbrechen der Zeit

Thought cannot create love,
it can only die into it.

See what is here,
without adding anything,
without taking anything away.

Love is the shattering of time,
the mind resting in its Source.

Let us meet in Presence, always.

*

Der Gedanke kann keine Liebe erschaffen,
er kann nur in sie sterben.

Sieh, was hier ist,
ohne etwas hinzuzufügen,
ohne etwas wegzunehmen.

Liebe ist das Zerbrechen der Zeit,
der Geist ruht in seiner Quelle.

Lasst uns in der Präsenz treffen, immer.

Jeff Foster

 

Topographie des Unbewussten

We shall not cease from exploration
And the end of all our exploring
Will be to arrive where we started
And know the place for the first time.

*

Wir werden nicht aufhören zu forschen
Und das Ende all unserer Erkundungen
Wird sein, dort anzukommen, wo wir angefangen haben,
Und den Ort zum ersten Mal zu erkennen.

T.S. Eliot Four Quartets

Elyspenst

It is not I playing the game. There is just IT playing me. It is prior to relevant/irrelevant, which are just labels and modifications in the current of life. There is no me being the doer, there is just IT appearing AS you, me and everything else. Now there is typing going on. Now – as you – there is reading going on. Now the next thought appears like a bubble in a glass of champagne and action may or may not follow. It all happens spontaneously, not to or by us, but AS us.

Don’t take this personal, because it cannot be personal.. The cosmic joke is that there is no you to understand, to choose toys, to enjoy the game or to quit suffering. There is just the One Energy taking all different shapes forms and vibrating into all possible patterns. There is simply IT appearing AS understanding without a ‘you’ doing the understanding.

The ‘I’ in ‘I think’ (or the ‘I’ in ‘I understand’) has as much substance as the ‘it’ in ‘it rains.’

You ask ‘Is this the reality of things?’ In the absolute sense there are no things. It is all the One appearing to herself in different shapes, forms and patterns. Just as a million statues made out of clay are all in essence the same One Substance. See through the illusion of differentiation and the One Substance is recognized as the true essence of all apparently different statues.

Just keep it simple. Non-dual... Not two... One!

Whatever ‘you’ think, it is IT thinking AS you.

Whatever ‘you’ do, it is IT doing it AS you.

*

Nicht ich bin es, der das Spiel spielt. Da ist einfach nur DAS. ES spielt durch mich. ES ist vor "bedeutungsvoll/bedeutungslos", die einfach nur Beziehungen und Modifikationen im Strom des Lebens sind. Es gibt kein "Ich" als Handelnden, nur DAS. ES erscheint ALS du, ich und alles andere. Jetzt wird gerade getippt. Jetzt - als du - wird gelesen. Jetzt erscheint der nächste Gedanke, wie ein Bläschen in einem Glas Sekt. Daraufhin kann es zu einer Handlung kommen oder auch nicht. Das alles ereignet sich spontan, nicht für oder durch dich, sondern ALS wir.

Nimm das nicht persönlich, weil es nicht persönlich sein kann ... Der kosmische Witz ist, dass es kein "Du" gibt, das versteht, das die Spielsachen aussucht, das das Spiel geniesst oder das Leiden beendet. Es gibt nur die Eine Energie, die alle Gestalten und Formen annimmt und in allen möglichen Mustern vibriert. Da ist nur DAS. ES erscheint als Verstehen, ohne ein "Du", das das Verstehen bewerkstelligt.

Das "Ich" in "ich denke" (oder das "Ich" in "ich verstehe") hat ebenso viel Substanz wie das "Es" in "es regnet".

Du fragst: "Ist das die Wirklicjkeit der Dinge?" Dem absoluten Sinn nach gibt es keine Dinge. Es ist alles das Eine, das in verschiedenen Gestalten, Ausformungen und Mustern erscheint. Ebenso, wie eine Million aus Lehm gefertigte Statuen der Essenz nach alle Eine Substanz (Lehm) sind. Durchschau die Täuschung der Unterschiedlichkeit. Dann wird die Eine Substanz als die wahre Essenz aller scheinbar unterschiedlichen Statuen erkannt.

Halte es einfach. Non-dual ... Nicht zwei ... Eins!

Was "du" auch denkst - ES denkt als du.

Was "du" auch tust - ES handelt als du.

Leo Hartong From Self to Self

FAITH

I do not believe in anything.

I have no religion. I have no god, including the gods of money, science and atheism. I hold no fixed theories about reality, including that one. I see heaven and hell, karma, reincarnation and the search for enlightenment as beautiful fairy tales. I have no guru, no lineage, no teacher, and so everything teaches me. I see doubt and profound mystery as my most trusted companions. I walk no path except the one appearing directly in front of me. I have no home except my own presence. I trust nothing at all, except what actually happens. I find no meaning in life except the fearless living of it. I know that today could be my final day. I feel grateful for all that was given and all that was lost to time. I see the inherent limitation of language and yet love to play with it. I see the joke in using the words “I”, “me” and “mine” and yet delight in using them. I realise that I am not my story, and I realise even that is just a story.

I find it impossible to say anything about myself, for experience is constantly changing. I find it effortless to talk about myself, for who I am never changes. I know that on the deepest level I am profoundly equal to you. I know that all these sentences are pale imitations of truth.

I do not believe in anything. I have no religion.

Except the in – and out – breaths. And endlessly deepening wonder.

*

Ich glaube an nichts.

Ich habe keine Religion. Ich habe keinen Gott, auch nicht die Götter des Geldes, der Wissenschaft und des Atheismus. Ich habe keine fixen Theorien über die Realität, einschließlich dieser. Ich sehe Himmel und Hölle, Karma, Reinkarnation und die Suche nach Erleuchtung als hübsche Märchen. Ich habe keinen Guru, keine Abstammung, keinen Lehrer, und so lehrt mich alles. Ich sehe den Zweifel und das tiefe Mysterium als meine vertrauenswürdigsten Begleiter an. Ich gehe keinen Weg, außer dem, der direkt vor mir erscheint. Ich habe kein Zuhause, außer meiner eigenen Präsenz. Ich habe in überhaupt nichts Vertrauen, außer in das, was jetzt grad geschieht. Ich finde keinen Sinn im Leben, außer dem furchtlosen Leben des Lebens. Ich weiß, dass heute mein letzter Tag sein könnte. Ich bin dankbar für alles, was gegeben wird und was in der Zeit verloren geht. Ich sehe die inhärente Einschränkung der Sprache und spiele dennoch gerne mit ihr. Ich sehe den Witz darin, die Worte "ich", "mir" und "mein" zu verwenden, und doch freue ich mich, sie zu benutzen. Ich weiß, dass ich nicht meine Geschichte bin, und ich weiß, dass selbst das nur eine Geschichte ist.

Ich finde es unmöglich, etwas über mich selbst zu sagen, denn das Erleben verändert sich ständig. Ich empfinde es als mühelos, über mich selbst zu sprechen, weil das, was ich bin, sich niemals verändert. Ich weiß, dass ich auf der tiefsten Ebene dir zutiefst gleich bin. Ich weiß, dass all diese Sätze blasse Nachahmungen der Wahrheit sind.

Ich glaube an nichts. Ich habe keine Religion.

Außer den ein- und ausgehenden Atemzügen. Und einem immer tiefer werdenden Wundern.

Jeff Foster Falling in Love with Where You Are

One, one, one

One matter, one energy, one Light, one Light-mind
Endlessly emanating all things.
One turning and burning diamond,
One, one, one.

*

Eine Materie, eine Energie, ein Licht, ein lichter Geist
Ruft bis in alle Ewigkeit die Dinge hervor.
Ein sich drehender, brennender Diamant,
Eins, eins, eins.

Rumi

Aus: Andrew Harvey The Rumi Collection

Ein Versprechen der Liebe

I will always listen deeply to you, but I will never try to fix you, mend you, stop you feeling what you are feeling or give you second-hand, memorised answers. I will never pretend to be ‘the one who knows’, ‘the enlightened one’ or some missionary for a conceptual truth so far removed from real-time, immediate, first-hand present experience. I will not get into drama with you, I will not indulge and feed your stories and mental conclusions and fears, I will not mistake who you are for my story about you, my dream of who you are.

But friend, I will meet you in the fires of hell, I will hold your hand there, I will walk with you as far as you need to walk, and not turn away, for you are myself, and in the deepest recesses of our experience we are intimately each other, and we cannot pretend otherwise.

And so, if you feel confused, feel confused now. If you feel frightened, feel frightened now. If you are bored, let’s get profoundly bored together. If you are burning with rage, let’s burn together awhile and see what happens.

When we break the mould, interrupt the outdated pattern, and make the unexpected commitment to dignify our present experience by radically connecting with what’s really here, without judging it or pushing it away, perhaps great healing is possible.

*

Ich werde immer zutiefst auf dich hören, aber ich werde nie versuchen, dich zu heilen, dich zu verändern, dich davon abzuhalten, das zu fühlen, was du fühlst, oder dir aus zweiter Hand stammende Antworten zu geben. Ich werde nie vorgeben, "derjenige zu sein, der es weiß", "der Erleuchtete" oder ein Missionar für eine konzeptionelle Wahrheit, die zu weit vom direkten Erleben, von der unmittelbaren gegenwärtigen Erfahrung entfernt ist. Ich werde nicht mit dir in ein Drama einsteigen, ich werde nicht nachgeben um deine Geschichte und deine mentalen Schlussfolgerungen und Ängste zu nähren, ich werde dich nicht mit meiner Geschichte über dich, meinem Traum von dir, verwechseln.

Aber, mein Freund, ich werde dir im Feuer der Hölle begegnen, ich werde deine Hand dort halten, ich werde dich begleiten, so weit wie du gehen musst, und werde mich nicht abwenden, denn du bist ich, und in den tiefsten Tiefen unseres Erlebens sind wir eng verbunden, wir können das nicht leugnen.

Und wenn du dich verwirrt fühlst, dann sei jetzt verwirrt. Wenn du Angst hast, dann fürchte dich jetzt. Wenn du dich langweilst, lass uns zusammen gründlich gelangweilt sein. Wenn du vor Wut loderst, lass uns eine Weile zusammen lodern, um zu sehen, was passiert.

Wenn wir die Schale brechen, das veraltete Muster durchbrechen und die unerwartete Verpflichtung eingehen, unsere gegenwärtige Erfahrung zu würdigen, indem wir uns radikal mit dem verbinden, was wirklich hier ist, ohne es zu beurteilen oder wegzustoßen, dann ist vielleicht eine tiefe Heilung möglich.

Jeff Foster A loving promise aus Falling in love with where you are

Ecstasy

Once you realise that the road is the goal,
and that you are always on the road,
not to reach a goal, but to enjoy its beauty and its wisdom,
life ceases to be a task, and becomes natural and simple,
in itself an ecstasy ...

*

Sobald du realisierst, dass der Weg das Ziel ist,
und dass du immer auf dem Weg bist,
nicht um ein Ziel zu erreichen, sondern um seine Schönheit und Weisheit zu genießen,
hört das Leben auf, eine Aufgabe zu sein, und wird natürlich und einfach und
in sich selbst Ekstase ....

Sri Nisargadatta Maharaj