In Deinen Armen

 

Ich kann in Deinen Armen
nicht einen Gedanken verschwenden
an die Zukunft
und die Erinnerung bricht
wie die Augen eines sterbenden Hundes
denn nur Du
nur Du
bist wahr
Du bist das All
das in meine Hände glitscht
wie ein frisch geborenes Vogelei
Du bist der Apfel
dem Baum des Lebens geraubt
von meinen Zähnen gehehlt
und von der Seele verdaut
Oh lass mich endlich
die Zeit beerdigen
in der Unendlichkeit
Deines Lidschlags
Und kentere mich
vom Deck des rostenden Kahns
der unter der hochmütigen Flagge meines Ichs
seit zahllosen Lebenszeiten
die Weltmeere betrübt
Schiffbrüchiger will ich sein
auf dem Meeresgrund Deiner Augen
an die azurnen Korallen
Deiner Seele gekreuzigt
trunken von der Weisheit der Ertrunkenen
nichts anderem verfallen
als Muttermale zu zählen
auf dem sandgelben Grund Deiner Haut
die Schatten
die die unzähligen Sterne
werfen