How to change your mind

Stamets went off to Kenyon College, where, as a freshman, he had “a profound psychedelic experience” that set his course in life. As long as he could remember, Stamets had been stymied by a debilitating stutter. “This was a huge issue for me. I was always looking down at the ground because I was afraid people would try to speak to me. In fact, one of the reasons I got so good at finding mushrooms was because I was always looking down.”

One spring afternoon toward the end of his freshman year, walking alone along the wooded ridgeline above campus, Stamets ate a whole bag of mushrooms, perhaps ten grams, thinking that was a proper dose. (Four grams is a lot.) As the psilocybin was coming on, Stamets spied a particularly beautiful oak tree and decided he would climb it. “As I’m climbing the tree, I’m literally getting higher as I’m climbing higher.” Just then the sky begins to darken, and a thunderstorm lights up the horizon. The wind surges as the storm approaches, and the tree begins to sway.

“I’m getting vertigo but I can’t climb down, I’m too high, so I just wrapped my arms around the tree and held on, hugging it tightly. The tree became the axis mundi, rooting me to the earth. ‘This is the tree of life,’ I thought; it was expanding into the sky and connecting me to the universe. And then it hits me: I’m going to be struck by lightning! Every few seconds there’s another strike, here, then there, all around me. On the verge of enlightenment, I’m going to be electrocuted. This is my destiny! The whole time, I’m being washed by warm rains. I am crying now, there is liquid everywhere, but I also feel one with the universe."

“And then I say to myself, what are my issues if I survive this? Paul, I said, you’re not stupid, but stuttering is holding you back. You can’t look women in the eyes. What should I do? Stop stuttering now—that became my mantra. Stop stuttering now, I said it over and over and over."

“The storm eventually passed. I climbed down from the tree and walked back to my room and went to sleep. That was the most important experience of my life to that point, and here’s why: The next morning, I’m walking down the sidewalk, and here comes this girl I was attracted to. She’s way beyond my reach. She’s walking toward me, and she says, ‘Good morning, Paul. How are you?’ I look at her and say, ‘I’m doing great.’ I wasn’t stuttering! And I have hardly ever stuttered since."

“And that’s when I realized I wanted to look into these mushrooms.”

*

Stamets ging aufs Kenyon College, wo er im ersten Jahr «eine tiefgehende psychedelische Erfahrung» hatte, die in seinem Leben die Weichen stellte. So weit er zurückdenken kann, wurde Stamets von einem lähmenden Stottern behindert. «Das war für mich ein Riesenproblem. Ich habe immer auf den Boden geblickt, weil ich Angst hatte, jemand könnte mich ansprechen. Einer der Gründe, warum ich so gut im Pilzesuchen bin, ist, dass ich immer nach unten geschaut habe.»

An einem Frühlingstag gegen Ende seines ersten Studienjahrs ging er nachmittags allein den bewaldeten Bergrücken oberhalb des Campus entlang und aß in der Überzeugung, es sei eine angemessene Dosis, eine ganze Tüte Pilze, vielleicht zehn Gramm. (Vier Gramm sind schon viel.) Als das Psilocybin zu wirken begann, erblickte Stamets eine besonders schöne Eiche und beschloss, sie zu erklimmen. «Beim Hinaufklettern wurde ich buchstäblich immer higher.» In diesem Moment verdunkelte sich der Himmel, und am Horizont leuchtete ein Gewitter auf. Der Wind schwoll an, während das Gewitter näher kam, und der Baum begann zu schwanken.

«Mir wurde schwindlig, aber ich konnte nicht runterklettern, ich war zu berauscht, also schlang ich bloß die Arme um den Baum und hielt mich fest. Der Baum wurde zur axis mundi und verwurzelte mich mit der Erde. ‹Das ist der Baum des Lebens›, dachte ich; er dehnte sich in den Himmel und verband mich mit dem Universum. Und plötzlich ging mir auf: Ich werde vom Blitz erschlagen! Alle paar Sekunden schlägt er ein, mal hier, mal da, überall ringsum. Die Erleuchtung vor Augen, werde ich von einem Stromschlag getötet. Das ist mein Schicksal! Die ganze Zeit wurde ich von warmem Regen durchnässt. Inzwischen weinte ich, überall war Flüssigkeit, doch ich fühlte mich auch eins mit dem Universum.

Und dann sagte ich mir: Was mache ich, wenn ich das hier überlebe? Paul, sagte ich, du bist nicht dumm, aber die Stotterei hemmt dich. Du kannst den Frauen nicht in die Augen sehen. Was sollte ich tun? Hör auf zu stottern – das wurde mein Mantra. Hör auf zu stottern, sagte ich ein ums andere Mal.

Das Gewitter zog irgendwann weiter. Ich stieg von dem Baum, kehrte in mein Zimmer zurück und legte mich schlafen. Das war bis jetzt die wichtigste Erfahrung meines Lebens, und zwar aus folgendem Grund: Als ich am nächsten Morgen den Gehsteig entlangging, kam mir das Mädchen entgegen, zu dem ich mich hingezogen fühlte. Sie war unerreichbar für mich. Als sie auf mich zukam, sagte sie: ‹Guten Morgen, Paul. Wie geht‘s dir?› Ich sah sie an und sagte: ‹Mir geht‘s fantastisch.› Ich stotterte nicht! Und habe es seither auch nicht mehr getan.

Und da habe ich begriffen, dass ich mich mit diesen Pilzen befassen wollte.»

Paul Stamets aus Michael Pollan How to Change Your Mind - Verändere dein Bewusstsein

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