Ein unnützer Tag

Erstaunlicherweise
kein Besuch
heut

Nur das Hecheln
des Hundes
nah am Ohr

Im langen Atemzug
des Abends

Vollendet sich
ein unnützer Tag

Höchste Zeit
die Hängematte zu hissen

Am Baum der Erkenntnis
das eine

Am Baum des Lebens
das andere Ende

Und in ihre sehnende Leere
zu fallen

Meine Haut
bekommt der Wind

Meine Ohren
der Gesang der Singdrossel

Meine Augen
behalte ich

So gesichtslos
wie die Wolken
durch den Himmel

Wandern die Gedanken
durch dich

Ob du nun Wolke bist
oder Himmel
oder beides

Ist so was
von egal

Der Verwesungsgeruch
des Kalbsgelenkknochens
unter der Hängematte

Ist dein heutiges
Erwachen

3 Comments

    1. Genau! Dieser Knoche treibt jetzt noch sein olfaktorisches Unwesen unter der Hängematte, inzwischen lilabläulich angelaufen, aber von Mika immer noch gehütet wie seinen Augapfel…:-)

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